Mit ‘Einstellungen’ getaggte Beiträge

Liebe Freunde des weltweiten Netzes!

Heute Nacht hat mich ein Facebook-Freund darauf aufmerksam gemacht, daß ich als einen meiner Lieblingsmusiker nun „George Michael“ im Profil stehen hätte:

Dir gefällt George Michael? Seit wann das denn? Hab ich was verpasst?

Amüsiert darüber war meine Antwort natürlich

Es gab Geld dafür :-D😀

Worauf er erwiderte

Und für Geld gefällt dir schwule Musik?

Ja, das war wirklich ein Schenkelklopfer, doch  – „schwule Musik“ hin oder her –  das Thema Datenschutz sollte unbedingt von jedem Internetnutzer erstgenommen werden, weshalb ich diesen Anlaß dafür nutzen möchte, Euch zu erklären, wie das passieren konnte und wie man in Facebook seine Einstellungen richtig macht.

1. Wie es passieren konnte, daß ich mich unfreiwillig als „George Michael-Fan“  offenbart habe, von dem mir nur ein Lied als Rundfunk-Dauersendeschleife rund um die Weihnachtszeit bekannt ist:

Vielleicht habt Ihr auch schon mitbekommen, daß es seit einiger Zeit einen neuen Werbedienst mit dem Namen „fanslave“ (dt. „Fanatikersklave“ 😀 ) gibt, der die Web 2.0 – Plattform „facebook“ (dt. „Gesichtsbuch“) mit seinen Abermillionen von Kunden nutzen will, um eine neue Art von „Marketing“ (das muß wohl nicht unbedingt ins deutsche übersetzt werden) zu betreiben.

Dabei geht die Firma mit einem professionellen Web 2.0 – Auftritt auf die Bedürfnisse ihrer Zielgruppe ein. D.h. die haben sich das schon gedacht…

Die erste Zielgruppe sind die Werbetreibenden, die um ihr Ansehen zu steigern, indem sie mehr „Fans“ auf ihren Facebook-Seiten haben, bzw. um neue Kundenkreise zu erschließen, ordentliche Werbepakete buchen können, um sogenannte „Leads“ (dt. „Geführte“), d.h. Interessenten für ihre Facebook-Fanseite zu bekommen.

(Das kann übrigens jeder machen, der eine kleine Fanseite auf Facebook betreibt, aber auch – was erstaunlich ist, weil sie es eigentlich nicht nötig hätten – populäre Fußballvereine, Firmen, Sängerinnen und der schon erwähnte George Michael)

Und wie sorgt man dafür, daß besagte „Leads“ auch tatsächlich generiert werden können? – Richtig! Man beteiligt sie an den Werbeeinnahmen, und das gar nicht mal schlecht!

Als Internet-Spezialist und Programmierer dachte ich mir „Du verbringst ohnehin den ganzen Tag am Rechner, dann kannst Du Dir wenigstens etwas Taschengeld für die Stromrechnung dazuverdienen.“

Gedacht, getan: Angemeldet, PayPal-Konto für die Verdienste angegeben, Facebook- und Twitter-Profil verknüpft und los ging’s. – Schnell waren aus den 25 Cent Bonus für die Anmeldung  satte 87 Cent geworden und das nur durch Anklicken der bereitgestellten Verweise (engl. „links“) und das anklicken der „Gefällt mir“ – Knöpfe.

Das eingespielte Guthaben kann übrigens in „Leads“ umgewandelt werden, wenn man eine eigene Fanseite bei Facebook vertreibt und diese dringend ein paar neue Gesichter braucht. Dabei kann man völlig wahllos rekrutieren lassen (dann ist sehr viel Farbe im Spiel, d.h. ein kunterbunter Haufen von weltweiten Facebook-Nutzern), oder man investiert mehr seiner verdienten „Credits“ unter Angabe von bestimmten Kriterien (z.B. nur deutsch-sprechende, die mindestens 100 Facebook-Freunde in der Liste haben usw.), um seriöser zu wirken.

Und da gibt es einen interessanten Aspekt, den ich Euch ans Herz lege.

Stichwort „Datenschutz“: Es wird natürlich spekuliert, daß wenn jemand z.B. 500 Freunde hat, ein großer Teil dieser Freunde sieht, welche Seiten Ihr gut findet oder welche Interessen Ihr habt. Spekuliert wird ja auch darauf, daß die Freunde des Freundes ebenfalls auf die Seite kommen, was für die Werbetreibenden einen Mehrwert bringen würde.

Daß die Angaben aus o.g. Gründen nicht immer unbedingt stimmen müssen und wie oben beschrieben, auch mal zu amüsanten oder auch unangenehmen Verwicklungen führen könnten, sollte jedem Nutzer bewußt sein!

2. Wie man unangenehme Verwicklungen bei Facebook verhindern kann, ob mit oder ohne „fanslave„:

a)  Facebook-Freunde in Kategorien einordnen, auch die schon bestehenden!

Freunde in die richtigen Gruppen einsortieren.

Freunde in die richtigen Gruppen einsortieren.

Seit Kurzem hat Facebook diese Funktion stark vereinfacht, wie auf diesem Bild zu sehen ist:

b) Jeden Artikel und Beitrag für bestimmte Personen(kreise) zuordnen, bzw. Personen(kreise) vom Lesen des Beitrags ausschließen:

Artikel vor bestimmten Gruppen verbergen oder bestimmte Gruppen zulassen.

Artikel vor bestimmten Gruppen verbergen oder bestimmte Gruppen zulassen.

c) Unnütze Meldungen, wie z.B. Meldungen über Spiele und „Gefällt mir“-Klicks können beispielsweise über einen Klick auf das „x“ rechts vom jeweiligen Artikel dauerhaft ausgeblendet werden.

d) Über KONTO -> PRIVATSPHÄRE-EINSTELLUNGEN lassen sich etliche allgemeine Informationen über Dich ausblenden. Falls gewünscht, werde ich das in einer anderen Nachricht erklären oder Ihr könnt dafür die Kommentarfunktion nutzen.

Sicherste Methode für Einstellungen: "nur ich"

Sicherste Methode für Einstellungen: "nur ich"

e)  Unter http://www.facebook.com/editprofile.php könnt Ihr die Einstellungen der einzelnen Interessen usw. vornehmen. Bei Dingen, die sonst niemand angehen, oder wenn Ihr – ebenso wie ich – „fanslave“ nutzt, solltet Ihr die Interessen auf „Nur ich“ stellen. Denn: Wenn man auf den einzelnen Seiten auf  „Gefällt mir nicht mehr“ klickt, wird der Verdienst für diese Seite zurückgefordert.

Wenn Ihr diese Grundregeln befolgt, dann werden Euch ggf. Peinlichkeiten erspart und Ihr könnt auch mit ruhigem Gewissen ein paar Euros mit fanslave dazuverdienen. Sieht ja dann keiner mehr! 😀

Für weitere Fragen stehe ich gerne in der Kommentarfunktion bereit, bzw. das was ich hier nicht drin habe, kann ja durch Euch ergänzt werden.

Damit dieser Artikel eine möglichst breite Leserschaft erreicht, bitte ich darum, ihn zu teilen. Soll ja schließlich keiner behaupten, er hätte nichts gewußt, oder?

Viele Grüße, Euer

Janus Nowak

N.S.: Jetzt ziehe ich mir noch „Last Chrismas“ rein! 😉

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